header_image
Your search results

Königswinter Pflege-Denkmalensemble

Königswinter Pflege-Denkmalensemble

Die Stiftung:

Die Karl-Arnold-Stiftung wurde 1959 gegründet. Sie trägt den Namen des ersten frei gewählten Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Karl Arnold ging aus der Bewegung der christlichen Gewerkschaften und der Zentrumspartei hervor. Er gehörte zu den ersten und wichtigsten Gründern der CDU. In der CDU verkörperte Karl Arnold die christlich-soziale Idee von Partnerschaft und Mitbestimmung und war ein Verfechter des sozialen Wandels und des sozialen Fortschritts. Diesen Wertvorstellungen ist die Karl-Arnold-Stiftung noch heute eng verbunden.

Auftrag und Ziel der Karl-Arnold-Stiftung ist es, junge und erwachsene Bürger für die Demokratie zu begeistern, sie mit ihren Rechten und Pflichten in Gesellschaft und Staat vertraut zu machen und sie im Sinne demokratischer Grundüberzeugungen und der christlichen Werteordnung zu bilden sowie zu motivieren, Verantwortung in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat zu übernehmen.

Als Einrichtung der politischen Bildung bieten wir insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen einen Ort der Begegnung und des Lernens. Seit ihrem Bestehen hat sich die Karl-Arnold-Stiftung zu einer anerkannten und bei Repräsentanten aus Gesellschaft, Kirchen, Staat und Wirtschaft geschätzten Institution entwickelt.

Mit Seminaren, Fachtagungen und Studienfahrten erfüllt die Stiftung ihren Auftrag, politisches Wissen zu vermitteln, Bürgerinnen und Bürger für die Demokratie zu begeistern und gleichzeitig zu befähigen, diese mit christlich-sozialen Ideen mitzugestalten. 2006, 2009 und 2012 wurde unsere Bildungseinrichtung nach den Richtlinien des Gütesiegelverbundes Weiterbildung zertifiziert. Die Stiftung war von 2001 bis 2013 Mieterin des Objektes, Eigentümerin war die Jakob-Kaiser-Stiftung – das Objekt wurde Ende 2013 geschlossen, die Stiftung ist seit 2014 in Köln ansässig.

Das Haus:

Das Adam-Stegerwald-Haus geht auf eine Villa des Barmener Kommerzienrates Philipp II Barthels (1838–1906)[3] aus dem frühen 20. Jahrhundert zurück, die nach einem Entwurf des Honnefer Architekten Ottomar Stein entstand. 1924 erwarb sieJakob Kaiser, Politiker der Zentrumspartei, für den katholischen Sozialverein Arbeiterwohl als Tagungszentrum sowie alsMutter-Kind Erholungsheim („Unser Heim“; auch vom Deutschen Gewerkschaftsbund genutzt).

1927/28 wurde die Villa unter Abriss bestehender Gebäude um einen Anbau erweitert. 1930/31 begründete sich hier der „Königswinterer Kreis“ als eine Vereinigung katholischer Sozialethiker und Sozialwissenschaftler, die ein gesellschaftspolitisches Konzept für denpolitischen Katholizismus in Deutschland ausarbeitete. In der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) war das Anwesen ab Mai 1933 für die Deutsche Arbeitsfront (DAF) beschlagnahmt und diente unter dem Namen Robert-Ley-Schule als eine von zunächst zwei preußischen Landesführerschulen, die für 16 Gaue im Westen des Deutschen Reiches zuständig war.[4]Ihre feierliche Einweihung erfolgte am 24. Juli 1933 im Beisein von DAF-Leiter Robert Ley, seit Anfang 1935 führte sie den Namen „Reichsschulungsburg“ und wurde zunehmend als reine Gauführerschule der DAF genutzt. Das Haus verfügte bei einer Kapazität von 75 Teilnehmern (Stand: 1940) neben den Unterrichts- und Versammlungsräumen über Lesezimmer, Bücherei und Raucherzimmer; die Zimmer waren hinsichtlich ihrer Ausstattung mit einem erstklassigen Hotel vergleichbar.

1937 kam mit dem Hotel Mattern eine zweite Landesführerschule („Königswinter II“) in Königswinter hinzu.[5] Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging die vormalige Führerschule zunächst in den Besitz des Deutschen Gewerkschaftsbunds über. Seinen heutigen Namen trägt das Tagungshaus zu Ehren des Mitbegründers der christlichen Gewerkschaften Adam Stegerwald seit Herbst

1948, als es wieder für seinen ursprünglichen Zweck sowie für gesamtdeutsche Ziele hergerichtet wurde. Zu dieser Zeit wurde hier die CDU/CSU Fraktion des ab September 1948 in Bonn tagenden Parlamentarischen Rates untergebracht.[6] Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 war das Haus Residenz von Jakob Kaiser, nunmehr Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen[7]. Es wurde Sitz und Eigentum der Jakob-Kaiser-Stiftung e. V. (Nachfolger des Vereins Arbeiterwohl), die es bereits spätestens ab 1950 auch an die CDUSozialausschüsse vermietete (bis zum Umzug in das Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter)[8].

Seit 1950 war das Haus Veranstaltungsort derKönigswinterer Konferenzen der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Seit 2002 war das Gebäude auch Sitz der zuvor in Bad Godesberg beheimateten Karl-Arnold-Stiftung. Es diente beiden Stiftungen als Tagungs- und Gästehaus sowie als öffentliches Hotel. Zum Jahresende 2013 wurde das Adam-Stegerwald-Haus als Tagungszentrum und Sitz beider Stiftungen geschlossen.[9]

Die Eintragung des Gebäudes in die Denkmalliste der Stadt Königswinter erfolgte am 26. Juli 1988.[2]

Informationen:

Einheiten:

Preis:

Betreiber:

Zustand:

Energieausweis: